Thermosublimation auf Shirts

Wie funktioniert Thermosublimation auf Shirts

Es gibt viele verschiedene Methoden um Shirts zu bedrucken und jedes dient einem Zweck. Thermosublimation auf Shirts ist ein System, welches sich für Merchtextilien nur sehr eingeschränkt eignet. Im Thermosublimationsverfahren wird mit einem Computerdrucker (in der Regel einem Tintenstrahldrucker) auf ein Trägermedium gedruckt. Der Druck wird im Anschluss mit Hilfe von Hitze und Druck auf das Textil aufgebracht.

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An dieser Stelle wartet schon das erste Problem. Beim Thermosublimationsdruck durchdringt die Farbe jedoch nicht die Faser. Stellt man sich eine Textilfaser vereinfacht wie einen Schlauch vor, wird bei diesem Verfahren der Druck quasi wie ein Aufkleber nur auf die Oberfläche des Schlauches aufgebracht. Das Problem besteht nun bei der Benutzung des Shirts.

In jedem Textilgewebe liegen Fäden über anderen. Unter diesen Kreuzpunkten liegt keine Farbe, genausowenig wie auf der Rückseite der Fasern. Die Maschen des Stoffes werden beim Tragen und Waschen gedehnt, wodurch der Faden sich bewegt und mit der Zeit leicht dreht. Hierdurch werden die unbedruckten Kreuzungen und die Rückseiten der Fasern mehr und mehr sichtbar. So wird der Druck schnell blasser und gerade bei weißen Textilen werden so schnell unschöne kleine weiße Pünktchen im Druck sichtbar.

Der zweite Grund, der gegen Thermosublimation spricht, ist die Farbbeständigkeit. Auf Kunstfasern, wie z.B. dem Spandex von Bademode, schmilzt die Farbe noch relativ gut fest, doch besteht so gut wie kein Bandshirt aus Spandex – der Regelfall ist Baumwolle. Auf Naturfasern hält Thermosublimationsdruck jedoch nicht besonders gut, da diese Fasern Wasser aufnehmen und dabei aufquellen. Der glatte Farbfilm auf der Faser bekommt dabei Risse. Diese Risse sorgen dafür, dass vor allen Dingen bei der Wäsche die Farbe immer mehr abgerieben wird. Zudem reibt der Waschvorgang die dünne Farbschicht stark ab. Nach 1-2 Wäschen sieht man dem Druck diesen Verfall schon an.

Für den Druck auf dunkele Textilien muss zudem eine besondere Trägerschicht benutzt werden, die als weißer Unterleger mit aufgeschmolzen wird. Diese muss, sofern der Druck nicht rechteckigen DIN-Formaten entsprechen soll, händisch zugeschnitten werden.

Fazit

Thermosublimation eignet sich, wenn man für Opa ein Foto auf Enkel auf ein Shirt drucken will. Über den Kitschfaktor dahinter soll jeder selber entscheiden. Wesentlich ist, dass es dabei um ein lieb gemeintes Geschenk geht. Wenn hierdurch die Farbe mit der Zeit verblasst, ist das nicht wirklich schlimm. Es gehört hier quasi dazu.

Für Shirt, die einem Fan verkauft werden sollen und die gleichzeitig auch Werbung für die Band darstellen sollen, ist dieses Verfahren nicht geeignet. Shirts, die nach wenigen Wäschen bereits blass und ausdruckslos wirken, enttäuschen die Fans. Der Eindruck, den man auf Leute macht, die diese Shirts sehen, ist mit wenigen Worten zusammengefasst: Unprofessionell, billig, lieblos.

Durch Thermosublimation auf Shirts schreckt man Leute eher ab, wodurch man die Weichen etwas mehr in Richtung wenige Zuschauer  stellt.

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